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Darf's auch etwas Besonderes sein? Jeder Besucher freut sich, wenn er in seinem Zimmer die besagten “tea and coffee making facilities“ vorfindet. Doch wenn alle Schotten und natürlich auch die Besucher nur so viel Wasser in dem Kocher erhitzen würden, wie sie für ihre “cup of tea“ tatsächlich benötigen, könnte man mit der gesparten Energie die komplette Straßenbeleuchtung in allen größeren Städten Schottlands versorgen. Dies ist nur ein Beispiel aus einem umfangreichen Katalog von umweltfreundlichen Maßnahmen, um die sich eine Initiative von VisitScotland kümmert, das “Green Tourism Business Scheme“ (GTBS). Wer schon einmal in Schottland war, kennt dann auch die Schilder in den Badezimmern, dass man die Hand- und Badetücher möglichst mehrmals benutzen soll. Aber Hand auf's Herz – wer macht das schon? Schließlich hat man ja dafür bezahlt! In dieser Situation macht sich der einzelne Tourist kaum Gedanken darüber, welche Folgen entstehen, dass fast alle Gäste diese Schilder unbeachtet lassen. Welch unnötig hoher Energieverbrauch als Konsequenz in den Waschanstalten daraus resultiert, verspüren letztendlich nicht nur die Anwohner von solchen Wiederaufarbeitungsanlagen wie in Sellafield an der Nordwestküste Englands. Auch der Besucher des angrenzenden, landschaftlich wunderschönen Lake Districts dürfte angesichts der überdurchschnittlich hohen Anzahl von Fehlgeburten und Leukämieerkrankungen in dieser Region zumindest ein ungutes Gefühl dabei haben. Die sprichwörtlich sparsamen Schotten haben aber nun ihr Kapital erkannt und beginnen ihre einzigartigen Naturlandschaften und die darin lebende Tier- und Pflanzenwelt nicht nur zu lieben, sondern auch zu schützen, auch vor den Folgen eines rücksichtslosen und rein auf Konsum ausgerichteten Tourismus. Dieser kann – wenn es nach den Schotten geht – weiterhin in südliche Gefilde fahren und Party machen. Annabel Kohler, Marketing-Managerin von VisitScotland für den Bereich D, A und CH: „ Indem VisitScotland eng mit Anbietern von Unterkünften und Sehenswürdigkeiten zusammenarbeitet, errichten wir als nationales Fremdenverkehrsamt für alle Beteiligten eine Plattform, um mit vereinten Kräften an den Einstellungen der Menschen hinsichtlich der Umwelt zu arbeiten. Das “Green Tourism Business Scheme“ wurde ins Leben gerufen, um allen Mitgliedern der Tourismusbranche – unabhängig von ihrer Größe – die Gelegenheit zu geben, den Schaden an der Umwelt von vornherein so gering wie möglich zu halten, sei es durch die Vermeidung von Abfallbergen oder nur durch das Abstellen eines tropfenden Wasserhahns. Je mehr wir das Bewusstsein mit ‚grünen Urlaubsplänen' beeinflussen, umso erfolgreicher werden wir sein, unsere spektakulären Landschaften und artenreiche Tier- und Pflanzenwelt in unberührter Natur zu erhalten – schließlich sind dies die wichtigsten Gründe, warum uns die Gäste überhaupt in Schottland besuchen.“ Das GTBS fördert aktiv touristische Unternehmen umweltfreundlich zu agieren, egal ob es sich dabei um kleine B&B-Häuser oder große Hotels handelt. Als ‚Belohnung' dafür, dass sie u.a. energiesparende Maßnahmen einführen, lokale Produkte in ihrer Küche verwenden und nahe gelegene Ausflugsziele bewerben, die man auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann, winkt zum Abschluss einer eingehenden Prüfung eine Plakette in Bronze, Silber oder Gold. Einige Eigentümer vorwiegend kleinerer Häuser nehmen sich sogar die Zeit, ihren Gästen die nächstgelegenen “You must see …“ selbst zu zeigen oder mit ihnen gemeinsam auf eine Wanderung zu gehen. Für Sehenswürdigkeiten und Touristenattraktionen gilt natürlich das gleiche Umweltzertifikat, denn auch dort kann und soll z.B. Abfall minimiert werden, damit nicht jeden Nachmittag die Mülleimer auf den Parkplätzen überquellen – “Keep it tidy“! „Die atemberaubenden Landschaften und das Naturerbe Schottlands ist in der ganzen Welt bekannt. Daher sollten wir dessen Wert erkennen und ihn besser schützen. Das “Green Tourism Business Scheme“ ist dafür ein wichtiger Mechanismus, und es ist gut, dass sich schon zahlreiche Tourismusbetriebe angeschlossen und zertifiziert lassen haben. Damit dieses Umweltzeichen in der Reisebranche aber ernst genommen wird, sollten sich alle touristischen Einrichtungen beteiligen. Um dies zu erreichen, würde ich mir wünschen, dass die zukünftigen Besucher Schottlands sich kritischer bei der Auswahl ihres Hotels zeigen, indem Sie z.B. nach dem GTBS-Ökosiegel fragen.“ Kommentar von Laurence McP Young, Vorsitzender “Scottish Tourism Innovation Group“ und Besitzer der “Freedom of the Glen Family of Hotels“. Hoffen wir also, dass die Maßnahmen des GTBS ‚grüne Früchte aus ökologischen Idealen' tragen und wir noch lange Schottland als bevorzugtes Urlaubsziel für Wanderer und Radfahrer in unberührter Landschaft erleben, den Besuch von Natur- und Vogelschutzgebieten genießen und möglichst viele umweltbewusste Besucher noch die Wale vor der Westküste und Delfine in der Nähe von Inverness sehen werden. Vielleicht entwickelt sich Schottland ja sogar zum ‚Marktführer' eines umweltfreundlichen und nachhaltigen Tourismus – in diesem Sinne soll mir eine Globalisierung mit Ökosiegeln recht sein.
Infos für kilt-tragende Naturliebhaber und umweltbewusste Schottland-Fans: Green Tourism Business Scheme (das schottische Umweltsiegel für touristische Betriebe): www.green-business.co.uk WildScotland (für Besucher, die ein ausgeprägtes Interesse an der Natur und Tierwelt haben): www.wild-scotland.co.uk VISIT Holiday Guide (deutschsprachige Liste von über 400 Tourismusbetrieben in Schottland mit GTBS-Umweltzertifikaten – zu bestellen über folgende Webseite): www.yourvisit.info Historic Scotland (größter Anbieter schottischer Sehenswürdigkeiten mit 15 Gold- und 23 Silber-Umweltprädikaten) www.historic-scotland.gov.uk Weitere Informationen erhalten Sie bei: Wilfried Klöpping ProTour Tel: +49-(0)5252-976780, Fax: +49-(0)5252-977375 Email:
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oder im Internet unter: http://green-business.co.uk 
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